2 Dinge, die Du kennen musst, um glücklich zu sein.

Anfang letzten Jahres lernte ich auf einer Veranstaltung eine junge Frau kennen. Sie ist Steuerberaterin und hatte zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens die Kanzlei ihres Vaters übernommen. Das Steuerbüro hat einen guten Namen und viele zahlkräftige Mandanten. Sie musste sich also keine großen Sorgen darum machen, wie sie als Anfängerin, die sie ja damals war, ihr kleines Unternehmen zum Laufen bringen musste. Sie war sorglos – und extrem verkopft. Sie strahlte wenig Freude aus und obwohl sie sagte, dass sie schon immer gern mit Zahlen umging und ihrem Vater bei den Steuererklärungen bereits als Kind gerne über die Schulter schaute, überzeugte sie mich nicht.

Claudia Gund | Töpfern | Glücklich seinEin paar Monate später traf ich sie wieder, auf einer ähnlichen Veranstaltung. Wieder kamen wir ins Plaudern und wieder ging es um Leben und Beruf. Und wieder strahlte sie allgemein, aber vor allem beim Thema Steuern und Kanzlei, keine Freude aus. Als wir auf Hobbies zu sprechen kamen, dagegen schon. Sie erzählte mir, wie gern sie töpferte und wie viel Spaß es ihr machte, dabei zuzuschauen, wie aus einem Klumpen Ton zwischen ihren Händen ein hübsches Objekt entsteht. In der Schule hätte sie im Kunstunterricht immer weit vorn gelegen und als Jugendliche hätte sie sich durchaus auch eine Ausbildung im künstlerischen Bereich vorstellen können.

Während sie davon sprach, strahlten ihre Augen und ihre Körpersprache veränderte sich. Sie wirkte plötzlich sehr lebendig und ihr Gesicht viel jünger.

Seitdem sind wir uns nicht mehr begegnet. Mich würde interessieren, wie sie bei unserem dritten Aufeinandertreffen auf mich wirken würde. Hätte ich sie nur einmal getroffen, hätte es durchaus eine Momentaufnahme sein können. Wir alle haben schließlich mal einen schlechten Tag und sind nicht voller Elan wie vielleicht sonst. Nach der zweiten Begegnung, die ja immerhin Monate nach der ersten stattfand, bestätigte sich allerdings mein Eindruck von unserem ersten Kennenlernen. Und sie setzte sogar noch einen obendrauf, in dem ich einen Vergleich ziehen konnte. Wie wäre es nun wohl bei einem dritten Zusammentreffen? Würde sie hier beim Thema Steuerkanzlei wieder keine Leidenschaft transportieren, so wie bei den ersten beiden Malen? Ich weiß es nicht.

Pflege Dein Leben

Was ich allerdings weiß, ist, dass wir unser Leben nicht pflegen, wenn wir nicht das tun, was uns ausmacht. Wer wir sind. Was uns glücklich macht. Worin die eigenen Talente und Vorlieben liegen und die eigenen Neigungen und Bedürfnisse. Und vor allem: was wir selbst wirklich wollen und darauf achten, es zu leben… oder auch mal Grenzen zu setzen. Der liebe Gott hat sich etwas dabei gedacht, dass er uns gemacht hat, wie wir sind. Nur wenn wir authentisch leben, sind wir in der Lage, die bestmögliche Version unserer selbst zu sein und unseren einzigartigen Teil zu einer besseren Gemeinschaft beizutragen. Davon bin ich überzeugt.

Lebst Du Deine Herzens-Sehnsucht?

Claudia Gund | Müdigkeit | Glücklich seinGehörst Du zu den Menschen, die morgens aus dem Bett springen und es kaum erwarten können, dass der Tag beginnt? Oder brauchst Du immer eine Weile, bis Du in die Gänge kommst?

Sehnst Du Dich nach einer Arbeit, die Dir Freude macht und die Dir Abwechslung bringt? Oder schaust Du morgens um 10 schon gelangweilt auf die Uhr und wünscht Dir Deinen Feierabend herbei?

Sehnst Du Dich nach einer Tätigkeit, die Dich mit Energie erfüllt?
Fühlst Du eine innere Unruhe, eine latente Unzufriedenheit, die Dich schon viele Monate… vielleicht schon viele Jahre… begleitet?

Wenn dem so ist, dann beleuchte doch einmal Dein Leben aus einem anderen Blickwinkel. Wir verbringen so viel Zeit am Arbeitsplatz beziehungsweise damit, unser Geld zu verdienen, dass dieses doch Spaß machen sollte. Meinst Du nicht auch? Und wenn Du aus diversen Gründen Dich (noch) nicht traust, beruflich neue Wege zu gehen, dann integriere Deine Energiespender in Dein Privatleben. Nur, wenn wir Freude empfinden, können wir energetisch durch’s Leben gehen und unser Glück finden… und leben. Deswegen tritt doch mal einen Schritt zur Seite und betrachte objektiv, wie Du Dein Leben lebst.

Bist Du glücklich?

  • Stehst Du morgens gerne auf, um den Tag zu begrüßen?
  • Freust Du Dich nach dem Aufstehen auf das, was vor Dir liegt?
  • Hast Du Spaß an dem, was Du täglich tust?
  • Gehst Du freudvoll und energiegeladen durch den Tag und erlebst täglich etwas Schönes? Oder plätschert Dein Leben so dahin?
  • Geht Dir Dein Herz auf, wenn Du Deinem Job nachgehst? Oder hast Du ein Hobby, bei dem das der Fall ist?
  • Vergisst Du die Zeit bei der einen oder anderen Aufgabe in Deinem Beruf? Oder bei Deinen privaten Unternehmungen?
  • Übst Du Deinen Beruf aus, weil er in der Gesellschaft ein gutes Image hat oder weil Dein Vater… Deine Mutter ihn sich für Dich „gewünscht“ hat?
  • Oder hast Du – vielleicht sogar entgegen aller Erwartungen – einen Beruf erwählt, den Du wirklich von Herzen ausüben wolltest?
  • Gehst Du abends ins Bett und freust Dich auf den nächsten Tag?

Die Antworten sind nur für Dich, daher beantworte Dir diese Fragen absolut ehrlich.

Wenn Du die meisten Fragen nicht eindeutig mit „Ja!“ beantworten kannst und Dich beim Lesen ein unwohles Gefühl beschleicht, wäre es vielleicht gut, wenn Du Dein Leben neu beleuchten würdest. Es müssen nicht gleich große Veränderungen sein, Du kannst ja mit kleinen Schritten anfangen.

Was brauchst Du also, um glücklich zu sein?

Die Gesellschaft gibt vor, wie wir zu sein haben. Wie wir beruflich aufgestellt sein sollen. Wie wir idealerweise leben sollen. Die Gesellschaft ist – zumindest in beruflicher Hinsicht – leistungsorientiert. Die Intuition, das Fühlen, wurden uns weitgehend abtrainiert, damit wir gesellschaftskonform werden. Begonnen in der Kindheit, fortgeführt in der Jugendzeit und als Erwachsene sowieso. Eindrücke von außen prägen uns genauso wie die inneren. Die äußeren sind lauter, deutlicher…  und somit leichter verständlich für uns.

Höre also wieder auf Dein Gefühl… lausche Deiner Intuition und folge ihr. Somit wirst Du

  1. wissen, was Du willst und und wer Du bist
  2. Dich aufmachen, Dich zu leben.

Dabei ist es nicht wichtig und vor allem unnötig, gleich im Großen zu starten. Beginne langsam und setze einen Fuß vor den nächsten. Hauptsache ist: Du gehst vorwärts. Schnecken kommen auch zum Ziel. 😉

Claudia Gund | Finde heraus, wer Du bist

  1. Finde also heraus, wer Du wirklich! bist, was Du willst, wo Deine Vorlieben sind, Deine Talente, Deine Neigungen, Deine Wünsche und Bedürfnisse. In diesem Blog-Artikel gebe ich Dir 7 Tipps, wie Du Dein WARUM findest, um glücklicher und zufriedener zu sein. Und dann entscheide Dich dafür, konzentriere Dich darauf und
  2. Gehe los. Setze um. Verwirkliche ein erstes kleines Ziel.

Es ist einfach. Wo steht geschrieben, dass Leben und Arbeit anstrengend sein müssen? Leben darf schön sein! Arbeit darf Freude machen! Geld verdienen darf Spaß machen!

Claudia Gund AttitüdeDie Minute, in der man das zu tun beginnt, was man tun will, ist der Anfang einer wicklich anderen Art des Lebens. – Richard Buckminster Fuller

Tue, was Du bist, nicht, was Du gut kannst.

Claudia Gund Zitat | Christopher Morley | Auf eigene Weise lebenIch bin sicher, dass es sehr viele Dinge gibt, die Du gut kannst. Fähigkeiten, die Dir bewusst sind und solche, die Dir auf Anhieb gar nicht so klar sind, weil sie Dir so selbstverständlich erscheinen. Wir alle erledigen Vieles aus dem Effeff… routiniert, schnell. Ich zum Beispiel kann sehr gut Daten zusammentragen und in Struktur bringen. Auch behalte ich viele verschiedene Bereiche sehr gut im Blick und kann andere damit sehr gut entlasten, indem ich sie daran erinnere. In meinen Alltag allerdings, in mein Business, möchte ich diese Fähigkeiten nicht integrieren. Ich möchte weder – meist zeitintensive – Recherchen betreiben noch will ich ständig für andere mitdenken. Aber können tu ich das gut.

Integriere also in Deinen Alltag viel mehr von dem, was Du von Herzen gerne tust und nicht das, was Du gut kannst. Wie gesagt: dafür brauchst Du nicht gleich Deinen Job zu kündigen. Auch, wenn Du allein erziehend bist und nicht nur für Dich selbst sorgen musst, gibt es einen Weg, mit kleinen Babysteps zu beginnen. Die kleine Auszeit… ein neues oder ein wiederbelebtes Hobby…. regelmäßige Zeit für Dich… können schon ein erster großer Schritt sein.

  1. Entscheide Dich für das, was Du tust, aus vollem Herzen
  2. Glaube mit ganzem Herzen an das, was Du tust

 

Das also sind die 2 Dinge, die Du meiner Meinung nach kennen musst, um glücklich zu sein.

Lebe ein Leben, das Du liebst. Pflege Dein Leben.

Lebe DEIN Leben.

Claudia Gund

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